Don’t Starve

Ich möchte heute von einem Spiel erzählen, von dem ich gar nicht allzu viel erzählen möchte. Ein Spiel, das auch die sonst computerspiel-resistente tollste Frau vonne Welt in seinen Bann gezogen hat. Eigentlich wollte ich ihr nur die knuffige Grafik zeigen. Ich weiß gar nicht, wie ich die beschreiben soll, aber ich habe ein Bild gemacht, damit ihr euch ein Bild machen könnt. Doch dann blieb sie bei mir sitzen und fragte, ob man auch dieses machen könne, ob ich nicht mal jenes probieren wolle, und schon steckten wir gemeinsam im Überlebenskampf von „Don’t Starve“.

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Aller Anfang ist schwer. Später aber auch.

Nach dem Start des Spiels erwacht man ohne Vorgeschichte in einer Landschaft. Ein Mann erscheint und sagt einem, dass man schlecht aussieht und bis zur Nacht besser etwas zu Essen finden sollte. Und etwas zum Feuer machen, möchte ich ergänzen. Der Mann ver­schwindet wieder und man ist auf sich gestellt.

Rechts sieht man den Tagesablauf, seine geistige und körperliche Verfassung und eine Anzeige für den Hunger. Links ist ein Menü, das zeigt, was man sich aktuell zusammen­basteln kann. Unten findet man sein Inventar. Mit gesammeltem Feuerstein, herausge­risse­nem Gras und abgebrochenen Zweigen baut man sich seine erste Axt. Damit kann man einen Baum fällen und mit den Holzscheiten dann ein Lager­feuer machen. Mit ein paar gesammelten Beeren oder Karotten und einem Feuer kommt man durch die erste Nacht. Ohne Feuer wird man schnell von Viechern vernascht.

Man muss dann lernen, sich mit seinen bescheidenen Mitteln in der Wildnis zurechtzu­finden. Es ist ein ständiger Kampf um Ressourcen, gegen das Verhungern sowie gegen Tiere und Unwesen. Erst wenn man einen Goldklumpen gefunden oder aus einem Fels gehauen hat, kann man eine „Wissenschafts­maschine“ bauen, die einem ein paar neue Mög­lichkeiten eröffnet.

Bei „Don’t Starve“ gilt ein Grundsatz, für den es früher keinen Namen gab, weil es immer so war, und der heutzutage „Permadeath“ heißt. Auch Nicht-Computerspielern ist das Konzept geläufig: Wer stirbt, ist tot. Er kann nicht nochmal nachladen. Im Spiel kann er aber immerhin von vorne beginnen. Aber von ganz vorne.

Bei meinem ersten Versuch, allein, habe ich 5 Tage überlebt. Beim zweiten Spiel, mit der tollsten Frau vonne Welt, haben wir dann 8 Tage geschafft (bis ich vor Hunger in einen unbekannten roten Pilz gebissen habe und tot umgefallen bin). Aber… man lernt jedesmal dazu. Man weiß, wo man seine Prioritäten setzen muss und wie man besser an Essen kommt. Am Sonntag haben wir unser viertes Spiel zum ersten Mal nicht wegen akuten Todes abgebrochen, sondern abgespeichert, weil es spät geworden war. Wir sind um einiges weitergekommen, wir haben viel gelernt, aber wir waren beim Speichern in beklagens­wertem Zustand. Mal kucken, wie es weitergeht.

Nicht erzählen möchte ich – obwohl es spannend wäre – was wir alles erlebt, entdeckt und gelernt haben. Denn das Lernen, das Scheitern und das erneute Probieren machen den Reiz des Spiels aus. Die tollste Frau vonne Welt hat angemerkt, dass das Spiel einen Suchtfaktor hat. Das stimmt.

„Don’t Starve“ gibt es für Linux, MacOS und Windows. Ab Januar ist es auch für die PS4 erhältlich.

2 Gedanken zu „Don’t Starve“

  1. Klingt nett und sieht auch knuffig aus. Aber wohl eher was für den PC, zumal es ja noch dauern wird, bis die PS4 wieder zu bezahlbaren und realistischen Preisen erhältlich ist…
    Dir ein frohes Fest mit vielen Geschenken, noch mehr schönen Stunden und natürlich einen guten Rutsch ins neue Jahr.

    1. Ist nett und knuffig… und stressig. :) Ich staune auch, dass sie eine neue Konsole mit stark aufgepeppten Grafikmöglichkeiten früh mit solchen Spielen bestücken, aber ich find’s prima.
      Dir und deiner Familie auch alles Schöne zum Fest – und im neuen Jahr!

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