The Swapper

Ich möchte noch ein Spiel vorstellen aus dem letzten Humble Bundle, das ich ich mir gekauft habe:
das Science-Fiction-Rätselspiel The Swapper.

Ich wusste, dass mich ein Spiel erwarten würde, das darauf basiert, dass man Klone von sich an­fertigen kann. Womit ich nicht gerechnet hatte, war die gute, düstere Präsentation. Der Spieler wird mit einer kleinen Kapsel auf einem Planeten abgesetzt und erkundet zunächst eine verlassene Forschungsstation. Mit seiner Taschenlampe kann er die Szenerie kaum erhellen und gelegentlich hört er Funk­sprüche, deren Sinn sich vorerst nicht erschließt.

Nun wird ein Großteil der Spielmechanik eingeführt: Man kann bis zu vier Klone von sich erstellen und sein Ich in einen Klon transferieren, so dass danach das Spiel-Leben an dieser Figur hängt. Man bewegt allerdings immer alle Klone (und das „Original“) gleichzeitig. Rote beziehungsweise blaue Lichter ver­hindern das Erstellen respektive das Wechseln der Körper. Bald muss man Klone hinter sich lassen und auch dem Tod preisgeben. Während einem das zu Beginn noch Bauchschmerzen be­rei­ten könnte, kommt man im Verlauf des Spiels nicht darum herum, Klone mutwillig zu töten, um die Gele­gen­heit zu bekom­men, einen weiteren Klon an einer anderen Stelle anzufertigen.

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Wir erstellen einen Klon, wechseln ihn seinen Körper
– und das „Original“ wird am Ende in der Grube bleiben müssen.

Die Grafik von The Swapper hat eine besondere Geschichte: Sie ist nicht am Computer modelliert, sondern mit Ton. So entstand ein nicht sehr aufwändig wirkendes, aber stimmiges, düsteres Ambiente. Allein die Animationen wirken etwas ungelenk, vor allem, wenn sich die Spielfigur doch sehr zackig umdreht. Die Rätsel sind gut gemacht. Tendenziell von steigendem Schwierigkeitsgrad und gelegentlich den Eindruck erweckend, dass der aktuelle Raum unlösbar ist, bin ich doch meist in angenehmem Tempo weiter­gekommen. Im Laufe des Spiels werden noch andere Mechaniken eingeführt, allerdings nicht mehr allzu viele. Der Schlusspunkt des Spiels ist dann noch einmal ein Höhepunkt.

Ehrlich gesagt habe ich mich ein wenig schwergetan mit der Bewertung von The Swapper. Das liegt nicht am Spiel selbst. Es liegt an Antichamber, dem Spiel, das ich davor gespielt habe, und das mich regel­recht absorbiert hat. Aber dafür kann The Swapper ja nichts. Es ist ein gutes, atmosphärisches Rätsel­spiel mit fairem Schwierigkeitsgrad.

Wie man auf der Website der Macher sehen kann, ist The Swapper ein ausgezeichnetes Spiel: Es war Finalist und auch Sieger in mehreren Independent-Spiele-Festivals. The Swapper ist für Linux, Mac und Windows erhältlich und soll demnächst auch für Playstation-Systeme erscheinen.

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