Ich seh 3D (im TV)

Nachdem ich schon über 3D am Computer und über die Königs­klasse des 3D, Virtual Reality, geschrieben habe, heute ein Beitrag über 3D auf dem Fernseher. Spoiler: Das sieht gut aus!

„Aktives“ 3D: Abwechselnd ist das linke und das rechte Glas der Brille durchsichtig – gleichzeitig zeigt der Fernseher das jeweils passende Bild (Bild: Locafox.de, Lizenz: CC BY-ND 4.0)

Ich hatte mir den neuen Fernseher nicht in erster Linie nach der 3D-​Fähigkeit ausgesucht. Allerdings schreibt Stiftung Warentest (oder war’s die c’t?), dass 3D-Fähigkeit auch ein Indikator für eine gute Bildqualität ist, weil der Fernseher eine real hohe Bildrate un­ter­stützen muss – die wohl nicht immer mit der angegebenen „Werbe-Bildrate“ übereinstimmt. Aber 3D kucken wollte ich schon auch mal. Inzwi­schen habe ich mir auch zwei „aktive“ 3D-Brillen gekauft, die ein­fa­che­re SSG-​5150GB (20 Euro) und die teurere SSG-3570CR (40 Euro), beide von Samsung.

Eines Tages wollte ich es dann ausprobieren. Die tollste Frau vonne Welt hatte schon vor längerer Zeit vorgeschlagen, mal „Frozen“ (in Deutsch „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ – wer denkt sich nur diese dämlichen Titel aus?) anzusehen. Also bin ich in die Blu-ray-O-Thek gegangen und hab ihn ausgeliehen. Ich habe noch gefragt, ob denn eine Blu-ray immer auch die 3D-Version be­in­hal­te, wenn es den Film in 3D gibt. Nein, wurde mir gesagt, es gibt dann oft eine 2D- und eine 3D-Blu-ray. (A propos dämliche Titel: Wer hat sich ei­gent­lich die unsägliche Schreibweise „Blu-ray“ ein­fallen lassen?)

Zu Hause angekommen wollte ich schnell noch alles einrichten, bevor meine Frau nach Hause kommt. Das hat leider nicht geklappt. Als sie ankam dann die große Überraschung für uns beide: Sie hatte auch gerade Frozen ausleihen wollen! Zum Glück hatte sie ihre Leih­karte nicht dabei, und mit dem Ausweis leihen ging auch nicht, weil sie noch mit ihrem Mädchennamen registriert ist. Wir hatten also den­noch nur eine Scheibe, und ich stand als der Ehemann da, der seiner Frau Wünsche von den Augen abliest, bevor er die über­haupt nur gesehen hat.

Das Einrichten war nicht weiter aufwändig. Die eine Brille bekam die beliegende Standard-Knopfzellenbatterie verpasst, die andere lässt sich per USB aufladen, war aber wohl schon geladen. Meine tollste Frau vonne Welt hat sich für die teurere Brille entschieden, ich hab die billige ausprobiert. Vor dem Film hat noch Schwieger­mama an­ge­ru­fen. Als wir ihr davon erzählt haben, meinte sie, jetzt würden uns wohl Schneeflocken ins Wohnzimmer fliegen. Und so sah es dann auch aus…

Wenn das Bild aus dem Bildschirm steigt…

Vor allem bei den Eis-Zaubereien in „Frozen“ war der 3D-Effekt be­ein­druckend. Es hat mit beiden Brillen gut funktioniert, aber nach dem Ausprobieren würde ich mir doch zweimal die teurere kaufen, die sowohl bequemer ist als auch ein größeres Sichtfeld hat.

3D auf dem Fernseher gilt als aussterbend. Die großen Fern­seher-Her­steller bringen wohl auch weniger 3D-fähige Modelle heraus. Ich verstehe das nicht so richtig. Ein Fernseher mit hoher Bild­wieder­hol­rate sollte mit nicht allzu hohem Aufwand aktive 3D-Fähigkeiten be­kommen können. Und das Bildmaterial wird ja auch nicht ver­sie­gen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der über­nächste Star-​Wars-​Film plötzlich nicht mehr in 3D ins Kino kommt. Und schließlich… Es sieht doch gut aus?!

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