Neues von der Steam-Box: Teil 1

Steam hat Neuigkeiten zur Steam-Box versprochen. Die Veröffentlichung sind auf drei Tage aufgeteilt.

Die erste Ankündigung von Valve vom Montag ist „eine Version von Linux, die für den Einsatz mit Spielen auf großen Bildschirmen optimiert ist“: SteamOS. Dabei handele es sich um ein „kostenfreies, eigenständiges Betriebssystem für Systeme in Wohnzimmern“.

Interessant könnte werden, was hier nicht steht. Zur Veröffentlichung wurde die Kooperation mit Ubuntu hervorgehoben: „Steam for Linux Now Available – Best experienced on Ubuntu“. Nun wird es mit keinem Wort mehr erwähnt. Im Gegenteil, SteamOS wird als eigenständig bezeichnet. Und sie schreiben zwar, dass die Basis frei wie in Freibier ist, aber nichts von frei wie in freier Rede. Ich hoffe sehr und ich gehe davon aus, dass Valve weiterhin Steam für Linux unterstützen wird und ich mir kein „SteamOS“ neben Debian installieren muss, um unter Linux zu spielen.

Nachtrag: Ein anderer Blogger hatte dieselben Sorgen und hat einfach Valve gefragt. „I was wondering about the SteamOS and if games that work on it will also work on normal Linux distros (Ubuntu, Linux Mint, etc)? And the response:
Yes.“ Klasse!

Valve lobt sich dafür, dass sie die Grafikmöglichkeiten unter Linux verbessert haben und versprechen selbiges für Audio und die Eingabelatenz. Der relativen Spiele-Armut unter Linux begegnet man auf zwei Weisen: Zum einen sollen in den nächsten Wochen AAA-Spiele für Linux SteamOS für 2014 angekündigt werden. Außerdem soll SteamOS als Streaming-Client fungieren können, so dass man, einen Windows- PC vorausgesetzt, auf dem Fernseher gestreamte Windows-Games spielen kann.

Weiterhin versprechen sie auch Fernsehen, Filme und Musik auf ihre Box zu bringen. Das wird wohl von einem modernen Unterhaltungssystem erwartet. Wobei… Microsoft wurde ja dafür kritisiert, dass es bei der Präsentation der neuen Xbox nur noch um Fernsehen zu gehen schien. Und es wird, wie sich das für Wohnzimmergeräte gehört, Familienfreundlichkeit beworben.

SteamOS soll „auf allen Maschinen in Ihrem Wohnzimmer“ laufen. Das sollte bedeuten, dass es einen Thin Client geben wird, der auch auf dem Fernseher selbst laufen würde. Das wäre eine interessante Option für Hersteller von Wohnzimmergeräten. Als Anwendungsgebiete kann man sich sowohl den Streaming Client als auch die Multimediafähigkeiten vorstellen. Valve betont aber auch, dass Benutzer sich ihre Hardware aussuchen können, und – das ist ein Seitenhieb auf die bestehenden Konsolen­systeme – die Hardware öfter überarbeitet werden kann und damit moderner ist.

Mit dem neuen Countdown ist nun auch der Takt der Ankündigungen klar: Die nächste kommt übermorgen um dieselbe Zeit.

Nachtrag: Gut zwei Jahre später ist die Hardware nun erschienen.

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