Kategorien und Tags in Blogs – eine Geschichte voller Missverständnisse!

Als ich mit dem Bloggen angefangen habe, bin ich, wie viele andere, auf die Möglich- und Widrigkeiten der Einordnung gestoßen. Man kann einerseits Kategorien und andererseits Tags vergeben.

Tag-Wolke

Kategorien sind der einfache Teil. Sie lassen sich mit Kapitel-Überschriften eines Buchs vergleichen. Sie ordnen den Blog thematisch und werden am (bei mir rechten) Rand aufgelistet. Es sollten daher nicht zu viele sein. Man kann sie auch hierarchisch ordnen – das habe ich anfangs versucht, aber die Unterstützung der Software war da nicht so prächtig, daher hab ich’s erstmal bleiben lassen. (Vielleicht versuch ich’s nochmal, wenn ich meine WordPress-Installation selbst in der Hand habe.) Derzeit habe ich 11 Kategorien, die meisten haben vier oder mehr Einträge. Das passt.

Tags erschließen sich nicht so leicht. Auf der Suche nach einer Erklärung bin ich auf diesen Beitrag gestoßen. Tags seien wie Index-Einträge in einem Buch. Der Autor nennt Beispiele: „define blog categories, define blog tags, blog organization, SEO, and[!] blogging advice“. So habe ich das dann auch erstmal gemacht. Jeder Beitrag bekam eine Handvoll Tags. Im Hinterkopf hatte ich, was man in einen Buch-Index schreiben würde, und wonach man bei Google suchen könnte, wenn man dringend meinen Blog-Eintrag lesen wollte.

Herausgekommen sind zuletzt 170 Tags für 46 Beiträge. Gewundert habe ich mich über die sogenannte Tag-Wolke. Diese von vielen Blogs bekannte Darstellung zeigt die Tags bunt durcheinander, und je häufiger sie verwendet werden, desto größer die Schrift des jeweiligen Tags. Das machte bei mir überhaupt keinen Sinn: Eine zufällige Auswahl der 170 Tags wurde gezeigt, und fast alle hatten die Schriftgröße, die eine einmalige Verwendung mit sich bringt.

Gestern habe ich dann diese beiden Artikel gelesen. Der Autor erklärt, wie man Tags sowohl für den Leser als auch für die Suchmaschine optimal einsetzt, und dass beides hier auch nicht im Widerspruch zueinander steht. Abgesehen von der Tag-Wolke, die bei mir keinen Sinn ergibt, gab es ja in meinem Blog noch eine Merkwürdigkeit: Am Ende eines jeden Artikels sind seine Tags aufgeführt. Diese führen als Links auf eine Liste aller Artikel mit demselben Tag. In über 90% der Fälle war das eine Liste mit einem Artikel, nämlich genau dem, von dem der Leser gerade kam. Unbefriedigend.

Man sollte Tags eher als Siehe-auch-Gruppierung sehen, die alternativ neben den Kategorien steht. Ich habe fast alle Tags gelöscht und neue eingeführt, die zu mehreren Artikel passen (oder wenigstens in Zukunft passen könnten). Zum Beispiel werden der Artikel über das Buch Extraleben, in dem zwei Kerle viel über ihre Kindheit und Jugend in den Achtzigern reden, und der Artikel über meinen ersten Computer zwar in verschiedenen Kategorien geführt (Bücher respektive Computer), aber beide tragen jetzt das Tag Achtziger Jahre. Wer von einem der Artikel kommt und mehr Nostalgie will, findet so schnell zum anderen.

Von den 170 Tags bin ich jetzt auf etwa 25 runter. Die meisten davon führen zu zwei oder mehr Artikeln. Und auch die Tagwolke macht jetzt mehr Sinn. Leider habe ich vor dem Aufräumen kein Bild gemacht, aber den aktuellen Zustand habe ich oben festgehalten, und probeweise habe ich die „Wolke“ auf der rechten Seite auch zur Navigation aktiviert.

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