Programm des Tages: Phatch

Phatch ist ein Photo-Batch-Konvertierer, also ein Programm, das mehrere Fotos hintereinander verarbeitet. Phatch betreibt die „Stapelverarbeitung“ gleich im doppelten Sinne: Auf einen „Stapel“ von digitalen Fotos wird nicht nur eine Operation, sondern gleich ein ganze Kette davon angewandt.

phatch
So freundlich begrüßt einen Phatch.

Entdeckt hab ich Phatch, als ich zwei Dutzend Urlaubsfotos verkleinern wollte, um sie einer Freundin per Mail zu schicken. Das macht sich mit mehreren Megabytes großen Fotos nicht so gut, und sie sollten eh nur zum mal Ankucken sein.

Phatch OptionenWie vom Begrüßungsbildschirm empfohlen fügt man mit dem + eine der über 50 angebotenen Aktionen hinzu und wählt bei Bedarf ein paar Parameter aus. Man kann so viele Operationen aneinanderreihen, wie man will, und auch ihre Reihenfolge beliebig wählen.

Wenn man dann seine Fotos auf Phatch drag-and-dropt… macht das Programm einen freundlich darauf aufmerksam, dass jede Verarbeitungskette am Schluss eine Speichern-Aktion haben sollte, falls man das vergessen hat. Und es fügt diese auch gleich selbst hinzu. Dort kann man auswählen, wohin die verarbeiteten Bilder gespeichert werden.

Lässt man nun also seine Bilder auf Phatch fallen… macht das Programm meines Erachtens etwas falsch. Oder, sagen wir nicht falsch, es ist ein wenig unglücklich. Bis hierhin ist das Programm flüssig, einfach und angenehm zu bedienen. Jetzt habe ich ihm gesagt, was ich will, und ihm die Bilder zugeworfen. Jetzt sollte es loslegen. Stattdessen öffnen sich Fenster: eins mit Optionen und danach eins, in dem die Dateien aufgelistet sind, die ich gerade übergeben habe. Und nach dem Umwandeln noch eins. Hier wäre weniger mehr: Die Optionen in ein Options-Menü, wo ich sie nur bei Bedarf zu sehen bekomme, die Dateien werden kommentarlos angenommen und verarbeitet, und wenn nichts schiefgegangen ist, brauch ich auch keine Bestätigung. Das wär’s doch. Ich werd‘ mal schauen, wo man Vorschläge für das Programm abliefern kann …

Will man seine Bilder für’s Web etwas schicker machen, kann man zum Beispiel die Ecken etwas abrunden und einen kleinen Schatten einbauen. So wird aus dem (eh schon schönen) Fratzen-Bild aus Marzahn

Fratzen

… ein noch repräsentativeres Bild. Und das halt nicht nur für ein Foto, sondern für so viele auf einmal, wie man will. (Ich überlege gerade, ob ich diese Operation nicht öfter auf die Bilder für den Blog anwenden sollte.) Die erstellten Verarbeitungsketten kann man auch speichern, so dass man seine eigenen automatisierten Bildbearbeitungsvorgänge erstellen und immer wieder verwenden kann.

Fratzen Phatch

Phatch läuft auch unter Windows und Mac. Die Installation ist unter Windows etwas umständlicher, man bekommt ein Päckchen von Programmen, die man einzeln installieren muss. Ganz ehrlich – Abhängigkeiten mitinstallieren (und zwar nur einmal und nicht mit jedem Programm), das kann Linux einfach deutlich besser. Oder sagen wir: Das kann Linux, und Windows kann’s nicht.

Und hier noch ein paar mit Phatch produzierte Varianten eines Fotos

”Bild1″ ”Bild2″
”Bild3″

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