Warum ich… noch kein Smartphone habe

Ja, ich bin der, der noch kein Smartphone hat. Der eine.

Nein, im Ernst: Man schätzt, dass 40 Prozent aller Deutschen ein Smartphone besitzen, beziehungsweise 60 Prozent derjenigen, die überhaupt ein Mobiltelefon haben. Bei meinen Ingenieurskollegen sind es gefühlte 95 Prozent.

Ich hab noch keins. Warum nicht? Ich weiß einfach nicht, wofür ich eins bräuchte.

Ab und zu frage ich jemanden, wofür ich ein Smartphone brauchen könnte. Da kommen dann ernsthaft Antworten wie Wetterbericht oder Fußballergebnisse. Mal im Ernst, so oft ändert sich die Wetter­vor­her­sage im Laufe eines Tages selten, und auf die Fußballergebnisse kann ich persönlich auch noch ein bisschen warten. Und bei Spielen, bei denen ich’s nicht erwarten kann, sitzt ich lieber live vor’m Schirm. Navigation wird manchmal vorgeschlagen, aber nun bin ich die meiste Zeit des Jahres mit dem öffent­lichen Personennahverkehr unterwegs, Fahrpläne zu unbekannten Orten kann man sich ausdrucken, es hängen auch überall welche aus… wenn ich nicht gerade einen Hirntotalausfall habe, klappt das ganz gut.

Aber schon die Frage nach dem Sinn einer Ausgabe von mehreren hundert Euro (wenn man ein gutes Smartphone haben und es nicht über einen Telefonvertrag finanzieren möchte) scheint ungewöhnlich zu sein. Als ich einer Kollegin die Frage gestellt habe, hat sie gesagt, dass sie sich nicht so stark gewehrt habe. Mit Verlaub – die Frage nach dem Sinn eines Kaufs ist ein ungewöhnlich starker Wider­stand?!?

So zwei Wochen im Jahr käme mir ein Smartphone tatsächlich ganz gelegen: im Urlaub. Zur Navigation in unbekanntem Gebiet, um Informationen möglichst in Deutsch nachschlagen zu können, um den Kontakt zur Heimat aufrechtzuerhalten. Aber für zwei Wochen im Jahr will ich mir keinen Computer für die Tasche kaufen.

Natürlich wäre ein Vorteil, dass man das Internet immer dabei hat. Aber das bringt den Nachteil mit sich, dass man das Internet immer dabei hat. Ich neige wie so viele dazu, das Internet zu viel zu nutzen. Schnell nochmal was nachschlagen, hier noch mal kucken, ob jemand was Neues geschrieben hat, da nochmal schauen, ob jemand etwas geantwortet hat. Derzeit nutze ich meine Fahrzeiten in Bus und Bahn zum Lesen. Ich bezweifle, dass die Zeit besser angelegt wäre, wenn ich sie im Internet verbringen würde. Ich habe zu Hause und im Büro lang genug Zugriff darauf.

Ich will nicht ausschließen, dass ich mir auch mal ein Smartphone kaufen werde. Das habe ich damals beim Handy getan, das Aus­schließen, und man kann ja im Laufe der Jahre mal schlauer werden. Und es ist auch nicht so, dass ich mir keins leisten könnte. Aber es bräuchte schon einen überzeugenden Grund, oder vielleicht eher einige Gründe, die zusammen überzeugen.

Vielleicht hast du ja eine Idee.
Wozu könnte ich ein Smartphone brauchen?
Wozu brauchst du ein Smartphone?

Nachtrag: 2016 habe ich „aufgegeben“.

25 Gedanken zu „Warum ich… noch kein Smartphone habe“

  1. Hallo
    ich habe eine Teillähmung in den Beinen und bin nur 45 Minuten zum einkaufen mit dem Elektromobil draußen. Dazu reicht mir ein normal Handy mit SMS. Ansonsten habe ich mein PC Zuhause 15 Stunden an. Ich habe mal aus Spaß einen unterwegs angesprochen der sein Smartphone in der Hand hatte. Bitte schreiben sie die 24 Strophen von Schillers Glocke in Word Arial Schriftgröße 20 und drucken sie es mir aus. Das geht doch hiermit nicht. Sehen Sie deshalb habe ich ein großen PC Zuhause und es reicht mir ein kleines normal Handy.

  2. Ich habe ein Smartphone und nutze es als Nachschlagewerk für mein Studium, wenn ich „unterwegs mal schnell“ was wissen will. Oder „unterwegs mal schnell“ die NewsApp lesen, spart Zeit aber andererseits produziert das doch auch Stress, am Liebsten alles schnell zwischendurch, „to go“, so viele Menschen starren nur noch auf ihre Smartphones/Tablets und sind genervt, wenn es nicht schnell genug geht. Ich arbeite in einer Arztpraxis und zu beobachten ist, dass die Ansprüche, gesehen zu werden, Mitgefühl zu bekommen, immer größer werden aber im Gegensatz die Bereitschaft, Anderen zuzuhören, abnimmt, so nach dem Motto „wenn mir keiner zuhört, höre ich auch keinem zu“ oder diese Gehässigkeiten, wie schnell man über jemanden schimpft, urteilt „zu blöde zum Autofahren“ aber wo bleibt da die milde Güte? Niemand ist perfekt und wenn wir selbst mal den Druck rausnehmen würden und wieder mehr auf unser Herz hören, es wäre doch wieder etwas wärmer… Nicht nur in meiner Stadt sondern überall! Julia W. aus Hannover
    Ps. Und mal sehen, ob hier wieder irgendwer klugscheißert und Stress/Smartphone/Gehässigkeit oder so mit Sarkasmus zersetzen mag… Manchmal kann ich nur noch den Kopf schütteln.

  3. Etwas verstörend, wenn man immer häufiger darauf hinweisen muß, daß man nur bedingt erreichbar ist. Auch fällt mir auf, wie oft diese Medien dazu verleiten, direkte Kommunikation und dazu würde ich Telephonieren auch noch zählen, zu vermeiden..
    Ich wiiiill das niiiich ;)

  4. Bin per google hier gelandet und dachte vielleicht kann ich mal verstehen, wieso alle ein Smartphone haben – außer mir. Ich konnte auch noch keinen Grund für mich entdecken, ein größeres Gerät, welches dauernd geladen werden muss, ständig in der Tasche zu haben. Mein Nokia 2630 kann alles, was man braucht. Telefonieren und SMS. Nur manchmal finde ich es schade, von Whatsapp abgeschnitten zu sein, da läuft wohl vieles drüber im Umfeld …

    1. Ich befürchte auch, WhatsApp könnte inzwischen ein Grund sein. Nicht, weil ich es gerne hätte – sondern weil manche verlernt zu haben scheinen, ohne WhatsApp zu kommunizieren.

  5. Hallo, auch ich habe überlegt, warum ich kein Smartphone habe – haben doch (fast) alle – nach 1 Versuch und Test (gleich wieder retourniert). Es ist ein Zeit- und damit Energiefresser. Ich habe auch seit 3 Jahren keinen Fernseher mehr (endlich frei!!!)- … dafür lese ich gern und habe einen Faible für Hör-CDs entwickelt – absolutes Kopf-Kino. … also mein einfaches Mobil-Phone ist für mich absolut ausreichend. Telefoniere mit meiner Partnerin kostenlos – wir haben pro Kopf und Jahr ca. EUR 20,00 Mobil-Phone-Kosten – das wars! Leben nach dem Minimal – Maximal-Prinzip! Außerdem schwimme ich ohnehin nie mit dem Strom! Grüsse!

  6. Ich bin über die Suche „gibt es denn noch stinknormale Mobiltelefone, sackzement“ hier gelandet…
    das sagt alles, denk ich.

    Ich hab ein Telefon (Handy alleine wird ja heute schon per se mit Smartphone gleichgesetzt)….gezwungenermaßen, denn als IT Freelancer gehts halt nicht wirklich ohne….Aber Samrtphone? Never ever…
    Nun muss ich mein Nokia ….(irgendwas) von 2001 doch mal ersetzen….und Suche nach einem Telefon, welches vor allem keine Kamera hat, weil ich sonst in Sicherheitsbereichen Probleme habe…es darf ruhig einen mail Client haben…ja….aber sonst nix….auch SMS ist mir schnurz.

    Ach ja, ich hab TelefonKosten von ca. 50-60 EUR……im Jahr….
    Ich bin wirklich kein leidenschaftlicher Telefonierer, wie man sieht.

    kennt jemand ein Mobiltelefon, welches da in Frage käme?

        1. Ich hätte ja gedacht, jedes noch so billige Handy hätte heutzutage eine Kamera, aber deine Chancen scheinen gut zu stehen. Wobei ich immer noch auf die genaue Produktbeschreibung achten würde. Nicht, dass die Kategorisierung sich irrt; hatte ich auch schon.

  7. Ich hatte ein halbes Jahr ein einfaches Einsteiger-Smartphone (Nokia Asha 206). Habe das Ding dann allerdings wieder verkauft weil es irgendwann einfach nervig und zeitfressend war. Die ständige Erreichbarkeit (whats app, usw) und die vielen Funktionen empfand ich irgendwann als erdrückend. Zumal die ständige Verfügbarkeit des Internets mich ständig zum sinnlos-surfen verleitet hat. Heute bin ich wieder bei meinem alten Nokia 1616 und mein Leben ist seitdem wieder wesentlich stressfreier. Das Nokia bietet mir alles was ich brauche im handlichen Format: man kann damit tel, sms schreibenn, Kalender mit Erinnerungsfunktion, Wecker und Taschenlampe und mehr brauche ich nicht. Zumal der Akku bei normalem Gebrauch locker 5 Tage hält, während mein Smartphone spätestens jeden zweiten Tag geladen werden mußte. Musik hören tu ich generell zu Hause in entspannter Atmosphäre, meine E- Mails möchte und muß ich nicht unterwegs lesen und chatten mag ich generell nicht weil das ständige Getippe mir einfach zu stressig ist. Lange Rede kurzer Sinn: ein Leben ohne Smartphone ist problemlos möglich und zudem wesentlich entspannter. Vor 20 Jahren noch ging es sogar ganz ohne Handy….

  8. Hi Eike,
    ich bin ein Bruder im Geiste (auch wenn dein Posting schon ein Jahr her ist…). Ich zähle mich auch zu der kleinen Gruppe von Menschen unter 60, die noch kein Smartphone haben. Auch zu dem noch viel erlauchteren Kreis derer, die gar keins haben WOLLEN, rechne ich mich. Für mich stehen Kosten und Nutzen einfach in einem eklatanten Missverhältnis. Musikhören, Kalender mit Erinnerungsfunktion, ein Wecker und vielleicht zwei-drei Sms in der Woche, für viel mehr andere Dinge bräuchte ich ein solches Gerät nicht. Das alles kann ich aber auch von einem 20 € Handy und einem 50 € MP3 Player bekommen.
    Einen Vorteil eines solchen Dings, kann ich aber auch nicht abstreiten: Wenn man unterwegs ist und etwas dringend nachschlagen muss, wenn ein Termin platzt, weil einer nicht auftaucht, wenn eine Telefonnummer veraltet ist, oder ein Kunde eine dringende Information haben möchte, die man nicht kennt. Die Auskunft ist bei sowas leider in 95% der Fälle total überfordert. Smartphone und google leider nicht… Vielleicht bin ich einfach nur ziemlich trotzig und dickköpfig, wenn ich mich immer noch weigere…

  9. Ich habe spaßeshalber nach „wofür smartphone“ in eine Suchmaschine eingegeben, weil ich mir zuvor selbst vergegenwärtigte, wofür ich mein „Allzwecktelefon“ eigentlich nutze – tatsächlich für „alle möglichen Zwecke“, jedenfalls für folgende:
    – Musik und Vorträge anhören (MP3, gelegentlich auch Musikvideos im MP4-Format),
    – fotographieren,
    – telefonieren und „smsen“,
    – als Wecker (habe gar keinen „normalen“),
    – Taschenlampe (LED)
    – Notizzettel (vor allem in der Unibibliothek, wenn ich schnell mal eine Signatur aufschreiben soll, aber auch als Einkaufszettel und für sonstige Notizen),
    – als (offline) Navigationssystem (bei Nokia ohne Folgekosten)
    – als WLan-Router/Hotspot (Tethering)
    – inzwischen auch, um Emails abzurufen und selten mal mittels Browser zu surfen (dann aber hauptsächlich auf der Uniseite, um nachzuschauen, ob eine Veranstaltung ausfällt.)
    So etwas wie Facebook interessiert mich überhaupt nicht. Viele Programme auf meinem Handy bleiben ungenutzt, leider lassen sich nicht alle von ihnen löschen.

    Mein erstes richtig modernes Handy kaufte ich 2007, ein Sony Ericsson k750i, von dem ich sehr angetan war und eigentlich auch heute noch bin. Das wurde recht schnell zum Ersatz für meinen MP3-Spieler. Der MP3-Spieler hatte freilich den Vorteil, dass er noch viel kleiner und leichter war und dadurch praktisch nie störte, aber für heutige Verhältnisse ist das k750i ebenfalls sehr kompakt. Zudem nutzte ich es gerne zum Fotographieren. Jetzt habe ich ein nochmals moderneres (aber inzwischen auch schon als einigermaßen veraltet geltendes) Nokia E7, welches neben einigen tollen Vorteilen (wie Navi, ausgezeichneter Videofunktion, Internet/WLan und der bequemen QWERTZ-Tastatur) auch einen für mich relativ großen Nachteil hat: 1. die in Innenräumen mit Blitz geschossenen Fotos sind deutlich schlechter als beim alten k750i, und zwar weil das neure Gerät (wie die meisten oder vielleicht sogar alle neuen Smartphones) nur über einen LED-„Blitz“ verfügt, wohingegen mein k750i neben dem doppelten LED-Blitz auch die Möglichkeit eines zusteckbaren Xenonblitzes bot (kostete damals nur 10 EUR! Und heute wird er komplett eingespart). Mit dem k750i+Xenon gibt es keine Verwackler und keine Roten Augen (ohne Xenon sieht das k750i aber alt aus). Hinzu kommt speziell bei meinem Modell, dass die Kamera über keinen Autofokus verfügt und ich es somit nicht ordentlich zum Abfotographieren von Texten nutzen kann, was ich früher sehr oft tat.

    Ein aktuell auf dem Markt angebotenes Handy, welches gut zu mir passt, finde ich nicht. Ich hatte ein 4,5″-Handy mit Android 4.4 ausprobiert, aber es war aufgrund der Größe viel unhandlicher als mein aktuelles Gerät. Außerdem schreibt es sich an einer echten Tastatur erheblich besser (wobei kürzere Texte sich auch am Touchbildschirm meines E7 sowie des C7 meiner Frau recht angenehm tippen lassen, liegt wohl an der guten Bildschirmqualität). Abgesehen von den etwas schnelleren Internetbrowsern sehe ich keinerlei Vorteile an aktuellen Geräten. Ein Gerät wie mein E7, bloß mit einigen Verbesserungen (Autofokus + Xenon, dazu käme ohnehin ein stärkerer Prozessor) wäre schön, aber nicht unbedingt notwendig. Für mich sind deshalb Smartphones wie das E7, E6, vielleicht auch noch die schwächeren E72, C3-00 usw. (und einige Blackberrys, sofern man kein Navi braucht) sinnvoller als die aktuellen tastaturlosen „Megascreens“.

    Was mir in letzter Zeit ziemlich auffällt, ist, dass die Leute geradezu STÄNDIG auf ihre Handys gucken. Da habe ich schon recht absurde Situationen erlebt, wo zusammengehörige Personen sich nicht miteinander unterhalten, sondern jeder an seinem mobilen Gerät hantiert. Das traurigste Extrembeispiel ist der Sohn einer Bekannten. Er wächst ohne Vater auf und kennt leider überhaupt keine Disziplin. In den Ferien spielt er von „morgens“ nach dem Aufstehen (das ist eher mittags oder nachmittags) bis zum späten Abend nur Computerspiele, und wenn er zwischenzeitlich mal essen geht, so braucht er IMMERZU sein Iphone, auf dem er youtube-Spielevideos o.ä. anguckt. Er kann also nicht essen, ohne auf den Bildschirm zu starren und Knopfohrhörer im Ohr stecken zu haben. Eine furchtbare Sucht. Meine Kinder bekommen jedenfalls weder Spielekonsolen noch Smartphones, allenfalls einfache Mobiltelefone, mittels derer sie uns Eltern erreichen können.

    1. Was für ein ausführlicher Kommentar…! Telefonieren, “smsen”, Musik hören und weckern kann ich ja mit dem Dumbphone auch. Zur Not funzelt es auch und knipst, wobei die Fotos nur zum mal Zeigen oder Posten geeignet sind, kaum zum Behalten. Beim Internet denk ich manchmal, ob es nicht besser ist, unterwegs gerade nicht darauf zugreifen zu können. Es geht ja doch leicht eine anziehende und Zeit verschlingende Wirkung davon aus. Da spielt dann vielleicht auch das abschreckende Bild mancher Mitmenschen eine Rolle, die ohne so ein Gerät wohl kaum noch leben können…

      1. Also, meine alten Handys (Dumphones?), d.h. die Geräte, welche ich vor dem K750i besaß, konnten keine Musik abspielen (außer den Klingeltönen, die zum Teil aus bekannten Melodien bestanden). Für sinnloses Surfen ist ein älteres Smartphone wie das meine nicht gut geeignet, da das Laden großer Seiten relativ lange dauert und diese dann unübersichtlich aussehen. Seiten, die keine oder nur wenige Bilder enthalten, gehen hingegen gut, und dies sind in der Regel keine Seiten, auf denen man sich nur zum Zeitvertreib aufhält. Bei moderneren Smartphones sehe ich auch das Problem, dass ich zu schnell meine Zeit mit dem Internet verschwende.

        Wirklich interessant und für mich kaum zu fassen ist die Tatsache, dass sogar meine Mutter plötzlich immerzu, wenn sie nicht bei der Arbeit ist, an ihrem modernen Samsung Galaxy „klebt“, welches sie vor einigen Monaten geschenkt bekam. Davor waren ihr Internet und digitale Medien völlig fremd. Das ist schon irgendwie beunruhigend und ändert das Leben in einer merkwürdigen Weise.

  10. Mein Smartphone gab nach nur einem Jahr seinen Geist auf. Ich holte für die Übergangszeit mein altes Nokia wieder heraus, das ich auch heute noch sehr schick finde. Die Übergangszeit dauert nun schon 6 Monate und ich hatte in dieser Zeit schon viele erhellende Diskussionen bezüglich meiner Weigerung mir wieder ein Smartphone zu kaufen. Alleine dafür lohnt es sich schon, sich kein Smartphone zuzulegen. Wie sieht aber nun meine rückständige Welt aus? Schreibe SMS mit meinem Handy, lese Bücher auf einem eReader oder in der klassischen Form, höre Musik über meinen iPod, surfe im Internet mit meinem PC oder mit meinem Tablet-PC, mache sehr gerne Fotos mit meiner digitalen Spiegelreflexkamera. Ein Smartphone kann das zwar Alles in einem Gerät, aber viel schlechter. Ich bin überaus zufrieden mit meinen digitalen Helfern.

  11. Auf die Frage wofür man so ein Gerät brauchen könnte, wüsste ich auch nix besseres als die Vorschläge des Verfassers vom obrigen Text.
    Es ist vielmehr für mich in Stein gemeißelt, dass mich der Blitz – mit Verlaub – beim Scheissen treffen soll, bevor ich meine Meinung ändere.
    Ich geh das einfach mal Systematisch durch:
    -Weckfunktion: Wozu, hab einen Wecker
    -Apps/ Spiele: Eine Portable Spielekonsole besitze ich bereits, warum also eine zweite?
    -Internet: Bin froh, dass ich unterwegs keine Mails lesen kann/ muss
    Ich möchte ein Handy zum Telefonieren und SMS schreiben und ggf mal ein Foto machen, aber ich möchte keineswegs einer dieser Zombies werden, die absolut nicht dazu in der Lage sind den Blick vom Smartphone zu lösen und mal eine richtige Konversation zu führen.
    Nennt mich altmodisch, aber das für mich neueste Modell eines Mobiltelefons war ein Slider-Handy mit Tasten und das erfüllte seinen Zweck viele Jahre lang. und auch jetzt noch besitze ich ein Tastenhandy und dafür bin ich dankbar, denn viele wissen gar nicht mahr wie man eine gepflegt Unterhaltung führt.
    Lange Rede, kurzer Unsinn: Ich find die Dinger unnötig.
    Vielen Dank, falls jemand wirklich bis hiier hin gelesen hat. :D

    1. Wow! Endlich jemand, der es genauso sieht, wie ich! Ich möchte kein Smartphone und ich brauche es auch nicht. Und doch fühl ich mich manchmal so, als würde ich der Zeit hinterherhinken, grade wenn meine Freunde mit schiefem Blick mein Tasten-Klapphandy betrachten und sagen, ich wäre immer noch nicht in der Gegenwart angekommen. Und das sagen die, die ihre Gegenwart ohne Smartphone kaum leben könnten. Selbst die Kinder auf meiner Arbeit schauen mein Handy ungläubig an und fragen, was das für ein Teil sei. Natürlich kann ein Smartphone bestimmt MAL nützlich sein. Grade, wenn man am Bahnhof steht und nichts läuft, aber naja. Da denke ich mir, wenn ich jetzt ein Smartphone hätte, könnte ich nachschauen. Etwas bringen würde es mir trotzdem nicht. Vielleicht muss ich, muss jeder irgendwann mal ein Smartphone haben. Wer weiß. Aber bis dahin kann ich gerne darauf verzichten. An manche komischen Blicke, habe ich mich eh schon gewöhnt.

  12. Meine Frau (auch Ingeniöse) hat bis vor einem Monat auch noch hartnäckig an ihrem Nokia 34irgendwas festgehalten. Aber weil sie von ihrem Arbeitgeber „gezwungen“ wurde, sich ein Sony Z1 zuzulegen, hat sie jetzt doch eins, und man muss es ihr fast aus der Hand schlagen ;)

    Warum man es erst nicht und danach doch braucht? Ist wohl so ähnlich wie mit permanentem Timeshift im VDR ;) Das braucht auch keiner von denen, die es noch nicht kennen. Aber die, die es kennen, wollen es nie wieder verlieren…

    VG, Nix

    1. Ja, ich kann mir vorstellen, dass man sich an die ständige Verfügbarkeit des Internet schnell gewöhnt. Und dann auch nicht mehr missen will…

  13. Ich habe auch noch ein ganz „primitives“ „Buschtrommel“-Klapp-Handy von Samsung. Neupreis 20,- Euro, Prepaidguthaben so um die 50,00 Euro (das Guthaben muss allerdings gelegentlich aufgestockt werden, sonst wird man von 02 per SMS angemahnt).

    Mehr brauche ich eigentlich nicht.

    „Eigentlich“ schreibe ich deshalb, weil ich ehrlich zugebe, dass mich die Möglichkeit, die die Foto- und vor allem Videokameras von Smartphones bieten, schon faszinieren – denn ich filme schon gerne mal gelegentlich, und so eine „normale“ Videokamera hat man ja nicht immer dabei.

    D.h. bei bestimmten Gelegenheiten, die man ja nicht immer voraussehen kann, kann man dann mit dem Smartphone ein Video machen.

    Aber dennoch: Bis jetzt brauche ich noch kein Smartphone.

  14. ich benötige es als hotspot für meinen netbook auf dienstreisen und lehrgängen. als navi fürs motorrad, als terminkalender, gelegentlich für skype und viel als e-reader

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