Der erste Tag vom Endless Summer …

… und ich brüte über meiner Steuererklärung. Warum sollte man die auch im Februar machen, geht ja im Mai auch noch.

Einkommensteuererklärung

Wie jedes Jahr hat die c’t Programme getestet, die einem beim Steuer Erklären helfen können. Dieses Jahr unter der schönen Überschrift „Euro-Rettung“. Im Kommen sind dabei Websites, bei denen man seine Erklärung machen kann. Die sind meist billiger als die Programme für den heimischen PC. Nebenbei erwähnt war dort auch das Programm der Steuerverwaltung, Elster-Formular. (Vom Bayerischen Landesamt für Steuern ist das genaugenommen.)

Nebenbemerkung: Wie mag das ausgesehen haben, als die Elektronische Steuererklärung nach dem Vogel benannt wurde, der allgemein als diebisch bekannt ist? Wurde das nach diversen Bier entschieden? Oder haben die Herren (und vielleicht auch Damen) es gar nicht bemerkt?

Zurück zum Elster-Formular, das wollte ich nämlich ausprobieren. Notgedrungen musste ich dafür Windows booten, für andere Betriebssysteme wird es nicht angeboten. Das Programm bietet einem die Formulare, die man beim Finanzamt auch bekommt, samt sämtlicher Anlagebögen. Ich habe also fleißig gelesen und bei Bedarf mal ein Feld ausgefüllt. Als ich das Gefühl hatte, halbwegs fertig zu sein, suche ich nach der Plausibilitätsprüfung. Die gibt es, und sie hat mir auch weitergeholfen. Danach wollte ich natürlich wissen, wieviel Geld mich erwartet, aber das konnte das Programm mir nicht sagen, weil ich mein Einkommen gar nicht eingegeben hatte. Das wird ja inzwischen automatisch vom Arbeitgeber ans Finanzamt übermittelt.

Aber bei der Suche bin ich auf etwas anderes Schönes gestoßen: Elster-Formular hat einen Interview-Modus! Ja, sagt nichts: Man hätte natürlich theoretisch auch in die Anleitung schauen können. Ich rede mich mal darauf raus, dass mir schon beim Informationsfaltblatt auf Seite 5 schlecht geworden ist. Da sitzt Papi (Mami kann sowas natürlich nicht) strahlend vor dem Rechner, umringt von seiner strahlenden Frau und den ebenso strahlenden Kindern in Norm-Anzahl. Bei keinem sieht das Anfertigen der Steuererklärung so aus, bei keinem.

Aber, ich wollte eigentlich gar nicht meckern. Die Qual der Steuererklärung wird von ElsterFormular (hier erhältlich) gelindert. Im Interview-Modus werden mit einigen Fragen Abschnitte oder ganze Anlagebögen komplett ausgeschlossen, so dass man sich mit einem Großteil der Bögen erst gar nicht beschäftigen muss.

Aber, eine Frage hätte ich an euch, liebes Finanzamt…

Anlage Versorgungsaufwand, Zeile 52: „Es bestand 2011 keine gesetzliche Rentenversicherungspflicht aus dem aktiven Dienstverhältnis / aus der Tätigkeit als Vorstandmitglied / GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer/in“.

Sollen wir da jetzt echt alle „Ja“ ankreuzen?

Also, ich hab jedenfalls keine Versicherungspflicht aus einer solchen Tätigkeit.

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