XCOM – Enemy Within

Ich muss nochmal auf XCOM zurückkommen. Vor eineinhalb Jahren hat es mich unter Windows begeistert. Nun ist das Spiel nach Linux portiert worden. Wie bei den meisten Steam-Spielen kann man XCOM auf allen unterstützten Betriebssystemen verwenden, wenn man es besitzt. Ich habe mir dann die Erweiterung Enemy Unknown dazu gekauft. Um die Linux-Portierung finanziell zu unter­stützen – vor allem aber, weil ich Lust hatte, wieder XCOM zu spielen. Enemy Within bereichert das ohnehin schon sehr gute Spiel in vielerlei Hinsicht.

Meld
Schnell zum Meld?

Mit das Wichtigste waren für mich die sehr zahlreichen neuen Maps. Während man bei Enemy Unknown früher oder später zum x-ten Male auf derselben Karte kämpfte, hat Enemy Within einen nahezu unerschöpflichen Vorrat an neuen Kampfschauplätzen.

Eine zentrale Erweiterung ist die neue Ressource Meld. Mit dieser kann man seine Kämpfer in zwei Richtungen erweitern: Mit gene­tischen Modifikationen oder mit dem Bau von Mechs (im Spiel Mec genannt). So ergeben sich zahlreiche neue Möglichkeiten, was für Leute man ins Feld schickt. Wobei sie immer weniger menschlich sind, aber auf diese Gefahr hatte Techniker Dr. Shen ja schon in Enemy Unknown hingewiesen: Dieser Sieg fordert einen hohen Preis – die Anpassung an den Gegner.

Ein zusätzlicher Vorteil der neuen Ressource ist, dass sie eine tak­tische Herausforderung in den Gefechten darstellt. Bei den meisten Auseinandersetzungen gibt es zwei Meld-Fässer, deren Standort zu Beginn unbekannt ist. Außerdem haben sie eine begrenzte Halt­bar­keit. (Im Bild oben noch drei Runden.) Wer Meld haben will, darf daher nicht ausschließlich defensiv spielen. Ich habe mich vielfach dabei ertappt, dass ich vorgestürmt bin, nur um das Meld noch recht­zeitig zu erreichen…

Eine weitere Neuerung ist „EXALT“, eine Gruppe von Menschen, die die Aliens unterstützen wollen. Man schickt jeweils einen kaum bewaffneten Spion zu einer ihrer lokalen Gruppen und einige Tage später einen ganzen Trupp, um den Spion „abzuholen“. Exalt-Kämp­fern stehen dabei im Gegensatz zu Aliens dieselben Grundwaffen zur Verfügung wie dem Spieler, also auch Raketen­werfer oder Scharf­schützen­gewehre.

Dazu kommen neue Ausrüstungsgegenstände, neue Gebäude für die Basis und weitere Spezialmissionen, über die ich gar nicht zu viel ver­raten möchte. Schade ist eigentlich nur, dass bei Enemy Within die Grund­mission mit ihren Eckpfeilern einschließlich Finale dieselbe bleibt. Und dass dafür 25 Euro ein stolzer Preis sind.

Wer XCOM noch nicht gespielt hat, dem empfehle ich wegen des Abwechs­lungs­reichtums unbedingt die volle Packung aus dem Grund­spiel und der Erweiterung für derzeit 30 Euro. Wer Enemy Unknown schon hat, aber nochmal reinschnuppern, es nochmal auffrischen möchte, dem ist die Erweiterung ans Herz gelegt. Sie ist ihren Preis wert, finde ich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.