The Journey Down: Chapter One

Steam für Linux wurde jetzt offiziell veröffentlicht – obwohl so mancher noch von dem einen oder anderen Stolperstein berichtet. Zusätzlich gibt es für das Spiel Team Fortress 2 ein neues, exklusives Item, einen Tux, was viele zu motivieren scheint, Team Fortress und damit auch Steam mal unter Linux zu probieren. Anlässlich der Veröffentlichung gibt es auf viele der etwa 100 Linux-Spiele noch bis zum 21. Februar kräftige Rabatte. Ich habe mich zurückgehalten und nur vier der Spiele für niedrige einstellige Eurobeträge gekauft.

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Kurz vorstellen möchte ich heute eins der Spiele, das erste Kapitel des Episoden-Adventures The Journey Down. Das Spiel war mal ein Freeeware-Programm, das die schwedischen Entwickler mit dem Adventure-Editor AGS erstellt hatten. Das kam so gut an, dass sie es erweitert und mit hochauflösenden Grafiken und Sprachausgabe ausgestattet auf den Markt gebracht haben.

In The Journey Down steuern wir einen Reggae-Anhänger. Er und sein Bruder halten sich mit lockerer Lebenseinstellung als Boots-Tankwarte über Wasser, seitdem ihr Ziehvater verschwunden ist. Eines Tages kommt eine Frau auf sie zu auf der Suche nach einem Buch und einem Geheimnis, das das mysteriöse „Underland“ betrifft.

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Gesteuert wird das ganze nach sehr klassischer Point-and-Click-Manier. Leider gibt es nicht einmal zwei Sachen, die man mit einem Gegenstand machen könnte. Man klickt ihn oder man klickt ihn nicht. Die Grafiken sind schön gezeichnet, gelegentlich wird ein Fortschritt auch mit einer vorgerenderten Animation belohnt. Die Dialoge sind auf Englisch voll vertont. Sie sind etwas umgangssprachlich – was ich nicht schlecht finde – und gut zu verstehen. Wer aber (wie ich) bei gesprochenem Englisch Schwierig­keiten hat, kann sich die Texte einblenden lassen. Leider gibt es gelegentlich (bisher ist es mir erst einmal aufgefallen) Brüche in der Sprachausgabe, wo sich wohl von einem Satz zum anderen die Auf­nahmebedingungen geändert hatten. Die angenehm entspannte Hintergundmusik ist durchgängig gelungen.

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Steam behauptet, ich habe The Journey Down schon fünf Stunden gespielt. So lang kam’s mir gar nicht vor – gutes Zeichen. Bis jetzt waren die Rätsel eher einfach gehalten. Mit ein paar wenigen Dingen in der virtuellen Tasche und nur einer Sache, die man mit einem Gegenstand im Bild machen kann, bleiben ja auch nicht so viele Möglichkeiten. Es scheint eher ein Spiel zum Durch­spielen zu sein. Stören könnte einen natürlich, dass es nur der erste Teil eines Episoden-Adventures ist. Man kennt das von A Vampyre Story: Manchmal hört die Geschichte mit einem Cliffhanger auf, und dann hört man jahrelang nichts mehr…

The Journey Down ist ein unterhaltsames Spiel mit kleinen Mängel­chen, das seinen niedrigen Preis wert sein dürfte. Es läuft bei mir unter Linux problemlos. Derzeit gibt es das Programm für 6 Euro, auch für Windows und Mac.

Nachtrag:

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