Neues von der Steam-Box: Teil 2

Nach dem Teaser und der ersten Ankündigung – SteamOS – wurde heute die zweite von drei Ver­öffentlichungen zur Steam-Box freigeschaltet. Es geht um die Hardware, hier „Steam Machine“ genannt, und einen Beta-Test für den Prototyp.

Valve wird den Prototyp selbst bauen. Ob sie auch Steam-Boxen verkaufen wollen, geht aus der Ankündigung nicht hervor. Man arbeitet aber mit Partnern zusammen, die nächstes Jahr ihre Steam-Hardware veröffentlichen werden. Und wie ich schon bei der Vorankündigung spekuliert hatte, werden Nutzer zum Testen eingeladen. Der „Hoch­leistungs­prototyp“ von Valve wird „zunächst“ (also später vielleicht noch mehr?) 300 Benutzern gratis zur Verfügung gestellt.

Um in den Lostopf für den Betatest zu kommen, muss man innerhalb eines Monats

  • der entsprechenden Steamgruppe beitreten,
  • die Bedingungen für die Beta abnicken,
  • 10 Steam-„Freunde“ und
  • ein öffentliches Community-Profil haben sowie
  • ein Spiel per Gamepad im Big-Picture-Modus gespielt haben.

Da ich nicht allzu viel bei Steam öffentlich machen will (und kein Gamepad besitze), würde ich an den letzten drei Bedingungen derzeit scheitern. Mal sehen, ob ich das noch ändere. Die Chancen, da aus­gelost zu werden, sich sicherlich eh nicht groß. (Die Gruppe hat jetzt, nicht mal eine Stunde nach der Veröffentlichung, schon über 68.000 Mitglieder.) Am 25. Oktober wird die Liste geschlossen und die Teilnahmeberechtigungen werden verlost.

Valves Box wird wohl eher das Hardcore-Gamer-Gerät. Es sei auf höchstmögliche Kontrolle über die Hardware ausgerichtet, während andere Geräte eher auf Größe, Preis oder Geräuschlosigkeit optimiert sein können. Die Informationen über die Hardware und ihre Erfahrungen damit müssen die Teilnehmer nicht geheimhalten.

Valve zerstreut dann noch Befürchtungen, die ich auch hatte: Man kann SteamOS auf anderen Geräten nutzen oder andere Systeme auf der Steam-Box installieren. Man kann Hardware austauschen, eigene Software installieren oder „damit einen Roboter bauen“ (sprich: „Macht doch, was ihr wollt!“). Und das Betriebssystem wird inklusive Quellcode erhältlich sein – „wenn das Ihr Ding ist“.

Abschließend schreibt Valve, dass das System mit Maus und Tastatur, aber eben auch ausschließlich mit Gamepad bedienbar ist – und dass man „schon bald weitere Informationen zum Thema Eingabe ver­öffentlichen“ wird. Ich rechne also (wie ich schon spekuliert hatte) im dritten Teil der Veröffentlichungs-Trilogie mit innovativer Eingabe-Hardware.

Nachtrag: Gut zwei Jahre später ist die Hardware nun erschienen.

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